BLUT KLEBT AM WM-BALL

Von diesem Glück können die meisten Hunde in Russland nur träumen ... Foto: Tasso e.V.

Wer uns ein bisschen näher kennt, weiß, dass wir uns gerne mal ein Fußballspiel anschauen. Und wie das so ist, den Club seines Herzens sucht man sich nicht aus, man bekommt ihn in die Wiege gelegt. So fühlen wir uns emotional sehr eng mit den Clubs FC und St. Pauli verbunden.

Eine Spielzeit ist zu Ende gegangen und wie jedes Jahr steigen Mannschaften auf oder ab, werden Meister und/oder Pokalsieger. Seit gestern wissen wir, dass es Mannschaften gibt, die mal mehr, mal weniger Fairness in der Niederlage zeigen.

Russland will eine „saubere“ WM

Aber ganz ehrlich, all das sind absolute Nebensächlichkeiten bei der wichtigsten Nebensache der Welt, wenn wir unseren Blick nach Russland richten, wo von Mitte Juni bis Mitte Juli die Fußballweltmeisterschaft stattfinden wird. Dieser Austragungsort muss schon wegen des tagespolitischen Geschehens kritisch betrachtet werden. Vielleicht einer der Gründe, warum die russischen Veranstalter sehr bemüht sind, der Welt eine „saubere“ WM zu präsentieren.

Bei diesem Bemühen, passen „natürlich“ auch Straßenhunde und Straßenkatzen so gar nicht in das Bild des perfekten Gastgebers …

An den Austragungsorten der Fußball-WM werden massenhaft freilaufende Hunde vergiftet und getötet. Teresa Enke wendet sich gemeinsam mit der Tierrechtsorganisation PETA und annähernd zwei Millionen Tierschützern, die die Petition „Das Töten von Straßentieren in Russland muss aufhören! Stoppt die blutige FIFA 2018!“ auf change.org unterzeichnet haben, an die FIFA. Die Witwe des einstigen deutschen Nationaltorhüters Robert Enke fordert den Verband auf, Druck auf die Verantwortlichen auszuüben und die Hundetötungen umgehend zu stoppen.

Gegen Hundetötungen in Russland

„Wir können nicht dulden, dass Tausende Hunde für sportliche Veranstaltungen qualvoll getötet werden“, so Teresa Enke für PETA. Die Hundeliebhaberin engagiert sich aktuell auch mit einem Fotoshooting zusammen mit der Tierrechtsorganisation gegen die Hundetötungen in Russland. Ihr verstorbener Mann Robert Enke realisierte viele Fotomotive, u. a. zum Thema Adoption, Pelz oder Hundetötungen. Das Ehepaar lebte gemeinsam mit zahlreichen geretteten Hunden auf einem Hof nahe Hannover.

In Russland leben circa zwei Millionen Hunde auf den Straßen. Für die bevorstehende WM beauftragen die Städte russischen Tierschützern zufolge Tötungskommandos, um sich glanzvoll vor der Welt zu präsentieren. Diese „säubern“ die Austragungsorte, indem sie Tausende Hunde töten, die teilweise mehrere Stunden unter furchtbaren Qualen um ihr Leben kämpfen, auch in Städten, in denen keine Spiele ausgetragen werden. Dies ist nicht das erste Mal, dass zur Vorbereitung von Sportevents derartige Tötungsaktionen stattfinden. Bereits zur Fußball-EM 2012 in der Ukraine sorgte die „Straßensäuberung“ für Empörung. Allein in der Region Donezk wurden damals jeden Monat schätzungsweise 7.000 heimatlose Hunde getötet.

Jetzt Petition unterzeichnen!

Viele Tierfreunde vor Ort setzen sich derzeit für ein Ende der Hundetötungen in Russland ein. Allerdings muss nun auch die FIFA handeln und ihren Einfluss als Veranstalter der Fußball-WM nutzen, um Druck auf Russland und die Bürgermeister auszuüben. Ihr wollt euren Teil dazu beitragen, um den Druck zu erhöhen, dann habt ihr hier die Möglichkeit, die Petition zu unterschreiben. Teilt sie mit euren Familien, Freundinnen, Freunden, Kolleginnen und Kollegen!

Ein Blick hinter die Kulissen …

Hinweis der Red.: Dieser Film ist nichts für schwache Nerven. Darüber hinaus wird vorab Werbespots gezeigt, auf die wir keinen Einfluss haben. Der Werbespot, den wir gesehen haben, zeigt ein Produkt, das nicht tierfreundlich hergestellt wird.

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