SCHUTZGEBÜHR FÜR TIERSCHUTZTIERE

Foto: Initiative "Mensch Hund und"

Sicher hat sich der ein oder andere von euch schon einmal gefragt, warum ihr beispielsweise für einen Hund oder eine Katze aus dem Tierschutz eine Schutzgebühr zahlen müsst, wenn ihr einen Hund oder eine Katze in eure Familie holt.

Tierschutzvereine finanzieren sich über Spenden. Sind sie gemeinnützig, können sie auch Spendenquittungen ausstellen. Die vielen Menschen, die hier Gutes tun, arbeiten ehrenamtlich. Und leider reichen in den meisten Fällen die Spenden nicht aus, um alle anfallenden Kosten zu decken. Das sind unter anderem Kosten für Infrastruktur (z. B. Räumlichkeiten, Gelände, Garagen, Gehege, Energiekosten), Telefonkosten, Benzinkosten, Tierarztkosten, Kosten für die Ernährung, Körbchen, Decken und Bekleidung der Tiere sowie Kosten, die bei den gegebenenfalls vorhandenen Pflegestellen anfallen.

Nur die allerwenigsten Tierheime werden durch die Kommunen oder die Städte finanziell unterstützt. Und selbst die Tierheime, die unterstützt werden, können mit diesen Geldern nur einen Bruchteil der Kosten decken.

Mit der Schutzgebühr werden vor allen Dingen die Kosten aufgefangen, die für die direkte Versorgung der Tierschutztiere entstehen. Kommt ein Hund oder eine Katze in ein Tierheim, müssen die Tiere erst einmal vernünftig ernährt werden. Zudem werden sie hier entwurmt und geimpft. Sind die Tiere krank, werden sie selbstverständlich – bis hin zu notwendigen Operationen – medizinisch versorgt. Auch hier fallen Kosten an. Kommt ein Tier aus dem europäischen Ausland zu uns nach Deutschland, um hier vermittelt zu werden, kommen auch – wenn es keine Flugpaten gibt – die Kosten für die Reise zum Tragen. Dies sind bei einem Hund, der von Spanien nach Deutschland fliegt, beispielsweise 150 Euro.

Ihr seht, dass die Schutzgebühr, die sich meist um die 250 Euro bewegt, kein Kaufpreis für einen Hund oder eine Katze aus dem Tierschutz ist, sondern ein Beitrag, mit dem Futter-, Gesundheits- und Pflegekosten bestritten werden. Sie ist eine finanzielle Unterstützung bzw. ein Tierschutzbeitrag, den die Familie, die einen Hund oder eine Katze aus dem Tierschutz in ihre Familie holt, leistet.

Ein weiterer wichtiger Faktor ist die klare Abgrenzung von der Hundemafia. Leider fallen immer wieder Menschen auf diese Hundemafia rein. Sie tarnen sich als Tierschützer, bauen eine tränenreiche Legende um ihr Handeln auf und geben vermeintliche Tierschutzhunde in der Regel für 50 bis 100 Euro ab. Tatsächlich handelt es sich hierbei um Tierqual-Hinterhofzüchtungen und somit um lukratives Geschäft für diese Tierquäler. Wir bitten euch, grundsätzlich keinen Hund gegen Geld außerhalb eines transparent agierenden und in der Regel auch gemeinnützigen Tierschutzvereins zu übernehmen.

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