LASST DIE FÜCHSE LEBEN!

Kampagne zum 20-jährigen Jubiläum von PETA Deutschland e.V.: "Ich will dass du dich änderst."Kampagne zum 20-jährigen Jubiläum von PETA Deutschland e.V.: "Ich will dass du dich änderst."

Bei der Fuchsjagd kommen Praktiken zum Einsatz, die unser Tierschutzgesetz eigentlich verbietet. Dabei geht es besonders grausam bei der Baujagd und der Bauhundeausbildung an lebenden Füchsen zu. Doch der Widerstand gegen diese Grausamkeiten wächst. Und so sind mittlerweile etwa 50 Organisationen aus dem Natur- und Tierschutzbereich bereits Teil des “Aktionsbündnisses Fuchs“ und fordern gemeinsam ein Verbot der nach wissenschaftlichen Erkenntnissen völlig sinnlosen Fuchsjagd.

Bei der Baujagd wird Füchsen brutal nachgestellt.

Füchse suchen insbesondere dann Schutz und Ruhe im Bau, wenn sie sich auf die Geburt ihrer Nachkommen vorbereiten, die in seltenen Fällen bereits im Januar stattfindet. Diese Verletzlichkeit nutzen Jäger bei der Baujagd gezielt aus und lassen Rückzugsorte zu Todesfallen werden: „Wer zum ersten Mal erfährt und sieht, was Baujagd bedeutet, ist völlig erschüttert. Die Erbarmungslosigkeit und Brutalität, mit der Füchsen dabei nachgestellt wird, lässt sich mit den Grundsätzen von Moral, Ethik und Tierschutz nicht vereinbaren.“ äußerst Heidrun Heidtke, Mitinitiatorin der bundesweit agierenden Initiative „Aktionsbündnis Fuchs“.

Hunde, Füchse und Welpen werden schwer verletzt oder getötet.

Bei der Baujagd hat ein sogenannter Erd- oder Bauhund die Aufgabe, den Fuchs aus seinem Bau zu treiben. Der Fuchs ist chancenlos: Flieht er, wird er von den draußen wartenden Jägern er- oder angeschossen. Bleibt er im Bau, muss er sich dem Hund stellen. Oft kommt es dabei zu Beißereien, bei denen Hund und Fuchs sowie gegebenenfalls bereits vorhandene Welpen schwer verletzt oder getötet werden. Geben weder Hund noch Fuchs nach, graben die Jäger den Bau auf. Schließlich wird der Fuchs erschossen, erschlagen oder von Jagdhunden zerfetzt. Die Baujagd ist damit zweifellos eine der grausamsten Jagdarten. Gemäß zweier Schweizer Gutachten stellt die Baujagd im rechtlichen bzw. verhaltensbiologischen Sinne eine Tierquälerei dar, die aus diesem Grund im Kanton Thurgau bereits verboten wurde.

Der Bauhund ist ohne Rücksicht auf Verluste im Einsatz.

Verletzungen des Bauhundes sind für Jäger offenbar so „normal“, dass sie empfehlen, ein ganzes Arsenal an Utensilien zur Notfallversorgung mitzuführen. Zuweilen bleibt der Hund jedoch im Bau stecken oder wird verschüttet und stirbt den langsamen Erstickungstod. All das wird billigend in Kauf genommen. Des Menschen bester Freund wird als Werkzeug in einem sinnlosen Kampf missbraucht.

Kaum bekannt ist auch, dass diese Hunde speziell für die Baujagd an lebenden Füchsen abgerichtet werden. In sogenannten Schliefenanlagen werden Füchse dazu in einem künstlichen Tunnelsystem immer wieder der Verfolgung eines Hundes ausgesetzt und müssen dabei Todesängste erleiden.

Das Verbot der Fuchsjagd ist überfällig.

Gemäß §3 des deutschen Tierschutzgesetzes ist es verboten, Hunde auf andere Tiere zu hetzen oder an einem anderen lebenden Tier auf Schärfe abzurichten oder zu prüfen. Dennoch wird genau das im Rahmen der Fuchsjagd legalisiert und tausendfach praktiziert. Wie zahlreiche wissenschaftliche Studien zeigen, ist die Fuchsjagd insgesamt als sinnlos und sogar kontraproduktiv zu bewerten, weil Verluste durch steigende Geburtenraten und Zuwanderung aus anderen Gebieten rasch kompensiert werden.

Die ganzjährige Schonung von Füchsen ist hingegen ein Erfolgsmodell, wie Erfahrungen aus fuchsjagdfreien Gebieten zeigen. Da es für die Fuchsjagd keinen vernünftigen Grund gibt, kann es auch für das bei Baujagd und Bauhundeausbildung verursachte Leid absolut keine Rechtfertigung geben. Das Aktionsbündnis Fuchs fordert die politisch Verantwortlichen dazu auf, diesem barbarischen Treiben ein Ende zu setzen: Tierschutzwidrige Praktiken dürfen nicht für eine sinnlose Jagdausübung legalisiert werden.

Wer mehr über Füchse erfahren mag, liest und schaut beispielsweise hier …

Und wer sich selbst einbringen möchte, kann die öffentliche Petition des Aktionsbündnisses Fuchs unterzeichnen. Die Petition hat mittlerweile über 2.000 Unterstützer und wir freuen uns, wenn es mit eurer Hilfe noch viel mehr werden würden.

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