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In dieser Rubrik bitten wir euch um Unterstützung, wenn Tiere eure Hilfe benötigen.

IGEL UND WILDVÖGEL RICHTIG FÜTTERN

Immer mehr Tierfreunde richten bereits im Herbst Futterstellen für Wildtiere ein. Im Fachhandel und in großen Bioläden findet ihr Igel- und Vogelnahrung.

Naturnah gestaltete Gärten sind für viele Tiere ein wahres Paradies: In Hecken, Sträuchern und versteckten Höhlen tummeln sich im Herbst viele Igel und Wildvögel. Immer mehr Gartenbesitzer locken sie mit spezieller Nahrung an, um sie in Ruhe beobachten zu können. Der Zoofachhandel bietet dazu bereits Wochen vor dem ersten Frost eine große Auswahl artgerechter Futtersorten an.

Stachelträger mögen Igelfutter oder Katzennahrung

Für Igel wird es immer schwieriger, ihren Futterbedarf an Insekten vor ihrem Winterschlaf zu decken. Deshalb ist eine Lockfütterung ab November unverzichtbar. Wichtig: Igel halten Winterschlaf und sollten dann nicht mehr zum Fressen geweckt werden. Mindestens 500 Gramm Gewicht sollte ein junger Igel aber schon haben, damit er den Winterschlaf übersteht.

Foto: Norman Schiwora für NABU

Foto: Bernd Kunz für NABU

Für die Fütterung können Tierfreunde spezielles Igelfutter oder Katzenfutter – bitte kein Ragout oder Stückchen in Gelee – verwenden und dieses zusätzlich mit Haferflocken oder Rührei anreichern. Außerdem trinken Igel frisches Wasser. Keinesfalls dürfen die stachligen Vierbeiner Milch zu sich nehmen. Das verträgt der empfindliche Darm der Tiere nicht. Tierfreunde können Igeln den Winterschlaf erleichtern, wenn sie im Garten geeignete Häuschen aus dem Fachhandel aufstellen. Diese richten die Igel dann selbst mit Ästen und Laub ein. Zusätzlich könnt ihr eine Igelfutterstelle bauen. Dazu braucht ihr lediglich eine Euro-Palette, die ihr von oben mit einer wasserdichten Folie abdeckt. Unter der Palette lässt sich nun ganz leicht das Igelfutter platzieren. Und zwar so, dass beispielsweise Katzen keine Möglichkeit haben, an das Futter zu gelangen und es den Igeln wegzufressen. Solche Igelfutterstellen könnt ihr überall dort platzieren, wo ihr Igel vermutet oder bereits Igel gesichtet habt.

Und ganz wichtig: Verbannt Laubbläser und Co aus euren Gärten! Denn das Herbstlaub bietet den Igeln die Möglichkeit, sich einen perfekten Platz für den Winterschlaf einzurichten. „Saubere“ Gärten lassen ihnen keine Rückzugsmöglichkeit und auch Insekten sind in diesen Gärten immer weniger zu finden – eine unverzichtbare Nahrungsquelle für Igel, Vögel und andere tierische Gartenbesucher. Zwischen Ende Oktober und Anfang Januar sollte kein Laub von den Wiesen entfernt werden. Unter Hecken und im Buschwerk sollte das Laub grundsätzlich liegen bleiben, da Igel hier ihre Überwinterungsmöglichkeiten finden. Jetzt schon ein Hinweis für das Frühjahr: Die so in Mode gekommenen Roboter-Rasenmäher bitte nur bei Tageslicht einsetzen! Sobald die Dämmerung beginnt, sind die nachtaktiven Jung-Igel (in den Gärten) unterwegs und der Roboter-Rasenmäher wird zur Guillotine auf Rädern.

Ausgewogenes Futter fördert Gleichgewicht der Artenvielfalt 

Bei Wildvögeln ist ein ausgewogenes Futter wichtig, um das natürliche Gleichgewicht der Artenvielfalt zu bewahren. Amsel, Rotkehlchen und Zaunkönig sind so genannte Weichfresser. Sie lieben Futter mit Fettbestandteilen wie Trockenobst und Insekten. Körnerfresser wie Sperling, Buchfink und Gimpel sind für Nüsse, Kerne und verschiedene Sämereien dankbar.

Am besten wählt ihr das Vogelfutter so aus oder stellt es so zusammen, dass alle Vogelarten etwas für sich finden. Im Zoofachhandel gibt es verschiedene Futtersorten, die ihr auch selbst zusammenstellen könnt oder ihr entscheidet euch für einen Vierjahreszeiten-Mix (den gibt es auch im Bioladen), der sowohl Eiweiße und Fette als auch Kohlenhydrate enthält.

Im Winter sollte das Futter möglichst fettreich sein

Warum? Weil die Vögel viel Energie benötigen. Aber auch im Frühjahr, im Sommer und im Herbst ist es sinnvoll, Vogelfutter auf dem Balkon oder im Garten bereitzustellen, da Vögel durch die durch Monokulturen geprägte Landwirtschaft und den großflächigen Einsatz von Pestiziden sowie durch unseren Hang zu „sauberen“ Gärten das ganze Jahr über immer weniger Nahrung finden. Eintönige Thujahecken und Einheitsrasen, Unkrautvernichtungsmittel und Schneckenkorn sind Feinde der natürlichen Artenvielfalt. Darüber hinaus ist Schneckenkorn giftig für Kinder, Katzen und Hunde.

In vielen Zoofachgeschäften sind auch Zubehörartikel wie Trinkbehälter und Futtersilos für eine hygienische Fütterung erhältlich. Besonders wichtig ist, dass die Tiere regelmäßig Futternachschub erhalten, die Futterstellen gereinigt und Nahrungsreste beseitigt werden, damit sich keine Keime bilden, die zu Krankheiten führen können. Am besten entscheidet ihr euch für Teller oder Untersetzer, die ihr täglich mit 60 Grad heißem Wasser reinigen und optimaler Weise in die Spülmaschine stecken könnt.

Futterstellen sollten spätestens im Spätherbst angebracht werden, damit sich die Vögel mit ihnen vertraut machen können. Bei der Aufstellung von Futterhäusern solltet ihr darauf achten, dass Katzen keine Möglichkeit haben, sich verdeckt anzuschleichen und die Vögel anzugreifen. Der Futterplatz sollte also nicht zwischen Büschen oder in eng verzweigten Bäumen angebracht werden.

VÖGEL UND INSEKTEN HABEN DURST!

Wo ihnen sonst Pfützen, Gräben und Teiche zur Verfügung standen, ist nach Wochen ohne Regen und anhaltender Hitze kaum noch Wasser vorhanden. Tiere leiden fürchterlich unter diesem Wassermangel. Die ständige Suche nach Wasserquellen und die anhaltende Hitze setzen vor allem Vögel enorm unter Stress und wer ihnen helfen möchte, kann das mit wenig Aufwand tun. Eine Wasserstelle kann vielen Tieren das Leben retten.

Wichtig ist es, den Tieren saubere Vogeltränken anzubieten, egal ob im Garten, auf dem Balkon oder auf der Baumscheibe vor der Haustür. Die Tränke sollte so aufgestellt sein, dass die Vögel dort vor Katzen sicher sind, also am besten exponiert und abseits von Gebüschen oder sonstigen Absprungschanzen für Katzen. Außerdem sollte das Wasser täglich ausgetauscht und am besten das Gefäß mit kochendem Wasser gereinigt werden. Schnell können sich sonst Salmonellen, Trichomonas und andere Krankheitserreger vermehren. Da Vögel gern baden, haben die Keime im lauwarmen Wasser leichtes Spiel. Allerdings sollte keine Chemie zur Desinfektion verwendet werden. Ausreichend seien zum Beispiel Untersätze für Blumentöpfe. Natürlich sind auch Vogeltränken aus dem Handel geeignet.

Wem das Durstlöschen von Vögeln und Insekten als gute Tat nicht ausreicht, kann auch gerne ein Sandbad für unsere gefiederten Freunde einrichten – das hilft gegen Parasiten. Einfach etwas Sand in eine flache Schale füllen und ebenfalls katzensicher aufstellen.

GLÜCKSHUNDE ERFOLGREICH VERMITTELT!

Grützi ist ein superlieber, ca. 2 Jahre alter, mittelgroßer Rüde. Er ist gut verträglich mit Rüden und Hündinnen. Er lernt schnell und orientiert sich gerne am Menschen. Er sitzt im Tierheim in Köln Ostheim (Tierheim Nümbrecht).

Grützi hat es bisher im Leben nicht gut angetroffen. Er hat in Rumänien auf der Straße gelebt, wo man ihm auch Teile der Ohren und einen Teil der Rute abgeschnitten hat. Trotzdem ist er ein freundlicher Kerl geblieben und freut sich über jeden Menschen, der ihm Aufmerksamkeit schenkt.

Grützi ist etwas unsicher und kam aus der Vermittlung zurück, weil die Geräusche in der Dachgeschosswohnung während der Herbst- und Winterstürme ihm zu schaffen machten und er wohl ängstlich reagierte. Auch Autofahren ist noch nicht seine Lieblingsbeschäftigung. Die für den Verein arbeitende Hundepsychologin arbeitet mit Grützi daran und er macht Fortschritte.

Foto: Melanie Sch.

Foto: Melanie Sch.

Update: Geschafft! Grützi hat ein neues Zuhause. Eine liebenswerte Familie hat ihn aufgenommen. Allen Helferinnen und Helfern, insbesondere dem Tierheim Ostheim Team vielen Dank!

Die zauberhafte Jeannie ist ein etwa drei Jahre junges Pointer-Mix-Mädchen, das am liebsten gleich in ein liebevolles, neues Zuhause umziehen mag. Und wenn das nicht sofort klappt, freut sie sich natürlich auch über eine Pflegestelle. Jeannie ist kastriert und ein Vorstehhund, der viel Bewegung inklusive Freilauf braucht. Wir haben das Hundemädchen heute kennengelernt. Jeannie ist anderen Hunden gegenüber aufgeschlossen. Leider kann sie wegen ihres Jagdtriebs noch nicht von der Leine. Wenn die Kleine im Großraum Köln vermittelt wird, geben wir ihr gerne regelmäßig die Möglichkeit – gemeinsam mit ihren neuen Menschen – das 30.000 Quadratmeter große und zwei Meter hoch eingezäunte Freilaufgelände von Hunde aus Mallorca e.V. in Köln zu besuchen. Hier bekommt Jeannie die Chance, mit vielen Gleichgesinnten zu toben und zu laufen. Auf Wunsch können wir euch und Jeannie mit ein paar Schulungsstunden unterstützen oder wir nennen euch eine gute Hundeschule in eurer Nähe.

Jeannie wurde von ihrem Frauchen aus einem Tierheim auf Malta gerettet und lebt seit zwei Jahren bei ihr. Nach einem Umzug leben die beiden jetzt in Köln. Da Jeannies Frauchen leider krank ist, kann sie sich in Zukunft nicht mehr ausreichend um sie kümmern. Wenn ihr also neugierig geworden seid und einem aktiven Jagdhundmädchen, das Leben bieten könnt, das es braucht, schreibt uns gerne über mensch-hund-und(at)posteo.de an. Wir freuen uns!

Jeannie ist gechipt, geimpft und entwurmt. Die Schutzgebühr beträgt 280 Euro und geht zu 100 % an einen Tierschutzverein (z. B. Hunde aus Mallorca e.V., Bund gegen Missbrauch der Tiere e.V.).

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Fotos: Anita S.

Update: Geschafft! Jeannie hat ein neues Zuhause. Eine liebenswerte Familie hat Jeannie aufgenommen. Allen Helferinnen und Helfern, insbesondere dem Tierheim Zollstock Team vielen Dank!