WELPEN SIND KEINE WARE

Logo der Initiative "Welpen sind keine Ware"Logo der Initiative "Welpen sind keine Ware"

Ein Anblick zum Verlieben: Das Foto in der Online-Börse zeigt einen bildhübschen Welpen, der mit treuen Augen in die Kamera blickt. Der Text des Anbieters erläutert, dass es sich um ein reinrassiges Tier handelt, und dann ist da der Preis, der deutlich unter den Forderungen anderer Züchter liegt. Das beschreibt die Kampagne „Welpen sind keine Ware“, die  federführend unter anderem von den Tierschutzorganisationen  TASSO, Bund gegen Missbrauch der Tiere (BMT) und Vier Pfoten umgesetzt wird.

Virtueller Welpenwühltisch

Das Internet ist der Wühltisch des Tierhandels. Muttertiere werden als Gebärmaschinen missbraucht und „produzieren“ die Ware Hund. Ihre Welpen sind meist von Geburt an krank. Ärztliche Versorgung und Grundimmunisierungen gibt es nicht. Die mitgelieferten Papiere sind gefälscht. Die Welpen werden ihrer Mutter und ihren Geschwistern viel zu früh weggenommen, damit bei den Welpen der „Oh-wie-süß-Faktor“ verkaufsfördernd eingesetzt werden kann. Das viel zu frühe Entreißen der Welpen aus ihrer Familie führt zu Verhaltensauffälligkeiten. Zum Beispiel kann die Beißhemmnis nicht erlernt werden, Unsicherheiten manifestieren sich. Wer Hunde aus dem Internet kauft, unterstützt die tierquälerische Produktion der Ware Hund.

Den Ansprüchen des Hundes gerecht werden

Sehr wohl kann das Internet bei der Suche nach einem vierbeinigen Familienmitglied hilfreich sein. Herausragende Tierheime oder Tierschutzorganisationen geben mit ihrem Internetauftritt erste wichtige Informationen über ihre Schützlinge. Selbstredend folgt dann – meist nach einem ersten telefonischen Kontakt – der erste Besuch im Tierheim oder auf der Pflegestelle. Dort können sich alle beschnuppern und Fragen können gestellt werden. So findet ein intensiver, persönlicher Austausch statt, der den Ansprüchen des Hundes an seine potenzielle neue Familie gerecht wird.

Wir empfehlen die Tierheime des BMT sowie die Tierschutzvereine „Hunde aus Mallorca“ und „Denia Dogs“. Wie wir schon in unserem Artikel „Rassenwahn“ begründet haben, lehnen wir die Zucht von Hunden grundsätzlich ab. Auch der Verkauf von Welpen über den Tierhandel reduziert den Hund zur Gewinn maximierenden Ware. Der Weg der Welpen in die Auslage des Geschäfts ist nicht nachvollziehbar und nie artgerecht. Das Leben als Ware im Tiergeschäft kann zu physischen und/oder psychischen Erkrankungen führen. Als negatives Beispiel muss der Tierhändler Zajac in Duisburg genannt werden.

Wir selber leben seit vielen Jahren mit den verschiedensten Hunden aus dem Tierschutz zusammen. Unsere Hunde waren immer gesund, nie verhaltensauffällig, sondern ganz im Gegenteil maximal sozial und im Umgang mit Kindern und Menschen mit Handicap bemerkenswert rücksichtsvoll. Im übrigen sind dies Attribute, die Züchter gerne exklusiv für ihre Hunde in Anspruch nehmen.

Liebe Leserinnen, liebe Leser, liebe Freundinnen, liebe Freunde, informiert eure Familien, Freunde, Kolleginnen und Kollegen über die Ware Hund! Wer einen Hund in seine Familie aufnehmen möchte, kann sich an uns wenden. Wir unterstützen euch gerne.

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